Schwangerschaftsvorsorge:

Liebe Patientin, sobald wir bei Ihnen eine Schwangerschaft feststellen, erhalten Sie einen Mutterpass. Dieser Mutterpass enthält wichtige Informationen, begleitet die werdende Mutter zukünftig und sollte immer bei sich getragen werden. In ihm werden alle Vorsorgeuntersuchungen eingetragen. Der Umfang der Mutterschaftsvorsorge und Nachsorge wird durch die „Mutterschaftsrichtlinien“ des Gemeinsamen Bundesausschusses geregelt. Insgesamt gehören zum Vorsorgeprogramm der Schwangerschaft zwölf bis dreizehn Vorsorgeuntersuchungen. Die Vorsorgeuntersuchungen sollten in den ersten vier Monaten im Abstand von ungefähr vier Wochen, in den folgenden drei Monaten alle drei Wochen und in den letzten zwei Monate vor dem errechneten Termin alle zwei Wochen erfolgen. Bei jeder Schwangerschaftsvorsorge werden der Blutdruck und das aktuelle Gewicht gemessen. Zudem erfolgt eine Urinuntersuchung und eine körperliche Untersuchung. Des Weiteren wird ein Gespräch durchgeführt. Darüber hinaus werden in entsprechenden Schwangerschaftswochen spezielle Urin- und Blutentnahmen durchgeführt.

Zusätzlich wird bei Bedarf ca. ab der 30. Schwangerschaftswoche eine CTG-Untersuchung durchgeführt. Hierbei werden die kindlichen Herztöne und eine mögliche Wehentätigkeit abgeleitet. Ein CTG dauert ca. 30 Minuten.

Ultraschall:
Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind und nicht als Risikoschwangere gelten, werden Ihnen drei Basis-Ultraschalluntersuchungen von der Krankenkasse bezahlt. Diese Untersuchungen liefern grundlegende Informationen über die Schwangerschaft, etwa wie groß das Ungeborene ist und wie es liegt.

Der 1. Basis-Ultraschall erfolgt zwischen der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche.
Der 2. Basis-Ultraschall erfolgt zwischen der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche als „Basis-Ultraschalluntersuchung“ oder „erweiterte Basis-Ultraschalluntersuchung“.
Der 3. Basis-Ultraschall erfolgt zwischen der 29. bis 32. Schwangerschaftswoche.
Werden weitere Ultraschalluntersuchungen, die nicht medizinisch zwingend erforderlich sind gewünscht, handelt es sich um eine eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), deren Kosten Sie leider selber tragen müssten. Hierzu gehören das Frühscreening (Nackenfaltenmessung), weitere Ultraschalle sowie 3D-Bilder oder 4D-Aufnahmen (Film) Diesbezüglich beraten wir Sie gerne.
Ergänzend bieten wir noch eine Geburtsvorbereitende Akupunktur an.
Die Akupunktur zur Geburtsvorbereitung und Geburtserleichterung oder bei anderen geburtshilflichen und gynäkologischen Problemen erfreut sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Diese sehr schonende Methode kann bei bestimmten Krankheitsbildern eine Alternative zur medikamentösen Therapie darstellen, die nahezu nebenwirkungsfrei ist.

Die Akupunktur zur Geburtsvorbereitung und Geburtserleichterung sollte ab der 36. SSW beginnen und 1x wöchentlich erfolgen. Auch diese Kosten übernimmt in der Regel nicht die Krankenkasse; sie müssen demzufolge selbst geleistet werden.

Ambulante Operationen:

Wir bieten sämtliche ambulante Operationen an. Dies beinhaltet Operationen an den inneren und äußeren Genitalen (Vulva, Vagina, Gebärmutterhals, Gebärmutter, Eileiter, Eierstock und Brust).
Dies können sein: Operationen an der Gebärmutter, wie z.B. die Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie, Darstellung des Inneren der Gebärmutter mittels Kamera) und die Entfernung von kranhaften Besonderheiten (Polypen, Verwachsungen) mittels Ausschabung (Kürettage) sowie Probeentnahmen des Gebärmutterhalses bei Auffälligkeiten (Konisation oder lokale Entfernung von Gewebe).
Zudem führen wir Bauchspiegelungen (Laparaskopien) durch (Befüllen des Bauchraumes mit Gas, daran anschließend Einführen einer Videokamera am Rande des Bauchnabels zum Überprüfen des Bauchraumes (Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke, Verwachsungen)). Bei diesem Eingriff können die Durchgängigkeit der Eileiter bei Kinderwunsch überprüft oder Verwachsungen gelöst werden.
Bei Auffälligkeiten im Bereich der Brust entnehmen wir meist eine sogenannte Stanzbiopsie. Hier werden mithilfe einer Hochgeschwindigkeitsnadel unter Ultraschallkontrolle eine oder mehrere kleine Proben aus dem suspektem Bezirk entnommen oder der Knoten komplett entfernt.

Ultraschall:

Wir führen an einem High-End-Gerät sämtliche speziellen Untersuchungen im Bereich der Gynäkologie und der Schwangerschaft durch.

Dies betrifft die:

  • differenzierte Diagnostik der Brust und der abführenden Lymphgefäße
  • Darstellung der inneren Genitale (Eierstöcke, Gebärmutter, Harnblase, Gefäße des kleinen Beckens)
  • Kontrastmittelsonographie der Gebärmutter und der Eileiter
  • Bildgebung in der Schwangerschaft (2D, 3D oder 4D)
  • Feindiagnostik in der Frühschwangerschaft (Nackenfaltenmessung) und Organscreening in den höheren Schwangerschaftswochen
  • Chorionzottenbiopsie (bei Verdacht auf eine kindliche chromosomale Störung kann ultraschallgesteuert Gewebe aus dem Mutterkuchen punktiert und genetisch untersucht werden)
  • Amniozentese (ultraschallgesteuerte Fruchtwasserpunktion ebenfalls bei Verdacht auf eine kindliche chromosomale Störung)

Mädchensprechstunde:

Hier können Fragen rund um die Pubertät und den weiblichen Zyklus diskutiert werden. Weiterhin werden Verhütungsmöglichkeiten aufgezeigt und Pillenersteinstellungen durchgeführt. Hormonelle Störungen in Kindheit und Pubertät können klassifiziert werden.

Der Impfstatus kann überprüft und aufgefrischt werden; die HPV-Impfung kann erfolgen.

Hormonsprechstunde:

Bei allen hormonellen gynäkologischen Fragestellungen, ob Zyklusstörungen, Kinderwunsch, Haarausfall oder Wechseljahresbeschwerden, stehen wir Ihnen kompetent zur Seite.

Impfberatung:

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Qualifikationen beraten wir Sie gern zu Impffragen (Schutzimpfungen (HPV, Röteln) oder Grippeimpfungen uvm.).

Kinderwunschberatung:

Die Kinderwunschberatung hat in dieser Praxis schon Tradition. Aufgrund der speziellen Zusatzqualifikation und der langjährigen Erfahrung von Dr. Sebastian Kraus auf dem Gebiet der gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin stehen wir Ihnen kompetent zur Seite.

IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen):

Sind Leistungen, die meist nicht von der Krankenkasse übernommen werden und daher vom Patienten selbst getragen werden müssen.

Dazu gehören:

  • Ultraschalle, die nicht im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge vorgesehen sind
  • die Nackenfaltentransparenzmessung (Frühscreening)
  • der PraenaTest® , ein nicht-invasiver pränataler Diagnostiktest zur Bestimmung der fetalen Trisomien 13, 18, 21 beim ungeborenen Kind
  • zusätzliche Ultraschalle (3D-Bilder oder 4D-Filme vom Kind („Baby-TV“))
  • Schwangerschaftsakupunktur oder Akupunktur bei anderen Beschwerden (Migräne, Zyklus, Kinderwunsch)
  • Einlage und Kontrolle von Spiralen (Kupfer, Gold, Mirena, Jaydess)
  • Einlage von Implanon (Hormon-Implantat)
  • Abstrich auf ß-hämolysierende Streptokokken in der Schwangerschaft
  • erweiterte gynäkologische Vorsorgen durch Ultraschalle der inneren Organe (Blase, Gebärmutter und Eierstöcke) sowie Ultraschalle der Brust